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Reisebericht

Zypern, ein Kurztrip von einer Woche im Januar 2002.

Eine weitere Station meiner Zypernerkundungen. Wieder im Januar und wieder mit der Hoffnung auf gutes Wetter. Hat auch geklappt. Die Gegend rund um Polis, den kleinen Fischerort Lakki und die Akamas Halbinsel. Mit Mountainbike Touren nach Paphos, Richtung Kato Pyrgos und die Gegend um Drouseia. Sonne bis auf einen Nachmittag. Dazu ein Klasse Hotel in familiärer Atmosphäre direkt am Meer. Also, alles super. Ach so. Ich bin absoluter Hobby- Mountainbiker mit einer ganz passablen Grundkondition fürs Radfahren. Nicht mehr und nicht weniger.


   

Zypern-" Mit dem Mountainbike rund um Polis/Akamas"
Ein Reisebericht aus Januar 2002

24.01.2002, Abreise Flughafen Düsseldorf/ Ankunft Flughafen Paphos

Morgens schön in den Interregio nach Düsseldorf gesetzt. Nach 2 Stunden sitze ich viel zu früh am Airport. Aber diese Rumgurkerei der vergangenen Jahre mit Air Berlin über Paderborn und dann nach Nürnberg und dann jeweils Hin- und Rückflug mit langen Wartezeiten , das war ich leid.
Cyprus Airways in gut 3,5 Stunden nach Paphos. Der Flieger leidlich gefüllt. Wieder mehr Rentner, aber auch einige junge Familien mit Kleinkindern. Unspektakulär, solide, nix mit Kino oder Leinwand oder anderem Schnickschnack. Alkoholische Getränke muss man selbst löhnen, aber das wird wohl allmählich Standard. In Paphos am späten Nachmittag ganz gutes Wetter, ca. 15 Grad. Der Transfer nach Polis mit einem jungen Burschen im Taxi ca. 40 Minuten in einem Höllentempo.

 Das Hotel Souli in Latsi. Direkt am Meer, Klasse. Familiär. Keine Bettenburg, Zweigeschossig, 50 Zimmer, gemütlich ohne Luxus. Kein TV. Zimmer total freundlich , groß genug und sehr sauber. Der Wirt und die Chefin sprechen exzellent Englisch. Ausser mir dort noch ein älteres englisches Ehepaar. Das war's. Zypern im Winter, erholsam, Wirt Frixos hätte natürlich gerne ein paar Touris mehr in seiner Hütte. 

Zum Abendessen gibt's Stifado, Keo und einen Riesen Metaxa. Lecker. Der Wirt spielt mit einem Kumpel Tavli. das Enkelkind beschäftigt den Rest der sympathischen Familie. Ich bestelle beim Wirt für morgen ein Mountainbike. Ein Prima Start.

25.01.2002, Polis- Latsi-Neochorio-Anassa Hotel-Bad der Aphrodite 
( ca. 25 km, 3,5 Std. mit sehr vielen Stopps, sehr leicht, Ausnahme Anstieg Neochorio)

Es ist zunächst ca. 15 Grad und sonnig. Nach einem ordentlichen, leicht britisch angehauchten Frühstück taucht der Mountainbikeverleiher pünktlich gegen 10 Uhr auf. Die Kiste , ganz ok, Bremsen und Schaltung Ok. Für sechs Tage 12 Pfund. Das ist in Ordnung. Also zunächst 5 km nach Polis. Von wegen aufstrebender Tourismus. Hatte ich in einschlägiger Literatur durchgängig gelesen. Jetzt im Januar ist hier nix los. Einige wenige Touris in der zentralen Fussgängermeile .

 Der Stadtkern ganz nett . Meine Erkundigung nach Internet Cafes. Es gibt jetzt nur eins und das öffnet erst abends. Klar, im Frühjahr und im Sommer wird es sicher voller, aber solange hier im Winter noch eine derartige Ruhe herrscht, sollte man nicht davon reden, dass Polis seinen ursprünglich ruhigen Charakter bereits komplett verloren hat. Der kleine Fischerort Latsi, nur 2 km vom Souli entfernt. Auch hier schlummert fast alles. Einige mittlerweile bekannte Fischtavernen am Hafen, wie Peter und Yangos, haben geöffnet. Ansonsten schiebe ich mein Rad über die ganz nett angelegte Hafenpromenade natürlich alleine. In den wenigen geöffneten Restaurants einige britische Rentner. Ich fahre die Küstenstrasse zurück, vorbei am Souli Richtung Akamas. Neochorio, 2km , lese ich. kein Problem. Aber hoppla, hier am Rande der Akamas geht's jetzt steil bergauf. So ca. 12 % . Oh Mann, ich bin zur Zeit völlig untrainiert. Quäle mich den Berg hoch. nach 2km , auf ca. 350 m Höhe , endlich Neochorio. Rege Bautätigkeit hier. Trotzdem an etlichen Stellen noch Idylle pur und total verschlafen. Man hat einen schönen Blick auf die Akamas Halbinsel und den Küstenstreifen Richtung Latsi und Polis. Ich will noch zum Bad der Aphrodite. Also, zurück, abwärts im Höllentempo. Vorsicht ist angesagt. Hier kann eine Sekunde Unachtsamkeit böse Folgen haben. Die Küstenstrasse sofort nach links Richtung Akamas verlassend, kommt nach wenigen hundert Meter das Hotelschild Anassa. Das "Streitobjekt" der vergangenen Jahre hier schlechthin. Darf die Akamas bebaut werden oder nicht. Mächtige zypriotische Geldinvestoren im Streit mit engagierten Umweltschützern. Fakt ist, dass Anassa steht erst mal hier. Ein Riesenhotelkomplex, nobel, sicher ganz passabel an die Umgebung angepasst. Aber musste es wirklich sein. Die Preise sind horrend teuer. Pauschaltourismus wird hier sicher kaum laufen. Ich fahre auf der Strasse weiter auf die Akamas. Der Himmel zieht sich nun zu. 13 Grad, mehr sind's nicht. Mich überholen nur Jeeps , Leihwagen und Touri Busse. Alle auf dem Weg zum Bad der Aphrodite, einem der Touri Highlights hier in der Gegend. Rund um das Bad Restaurants, Souvenirläden und Händler. Direkt am Aufgang zum Bad ein geschäftstüchtiger Gottesmann mit wallendem Bart und langer Robe. Er predigt aber nicht etwa , sondern preist lauthals seine Apfelsinen an, die er hier wahrscheinlich zu Höchstpreisen an die staunenden und ahnungslos knipsenden Touris verhökert.

 Das Bad selber, na ja, wie das mit Highlights so ist. Der Weg dorthin ist oft das Ziel. Eben angucken, eine kleine Grotte. Keine Ahnung, ob Aphrodite hier jemals gebadet hat. Um mich herum einige grölende Amis( können die nie die Schnauze halten??). Wieder zurück. Der erste Eindruck von der Akamas . Das kann nicht alles gewesen sein. Sicher , wie ich später beruhigt feststellen werde.
Fazit: Wenn man schon hier in der Gegend wohnt und radelt, muss man diese Tour in ähnlicher Form auf jeden Fall machen.

26.01.2002, Latsi-Polis- Pomos- Pachyammos- retour
 ( ca. 55 km, 4,5 Std. leicht, mit einigen einfachen Anstiegen)

Die Sonne scheint ab jetzt nur noch und es wird von Tag zu Tag wärmer. Heute etwa 16 Grad, z.Teil sehr windig. Eine einfache Tour, die höchstens für vollkommen ungeübte Radler eine Herausforderung darstellt. Eigentlich wollte ich auch bis Kato Pyrgos radeln, musste aber zeitbedingt die Strecke kürzen. Gerne gebe ich zu, dass mir der Anstieg von Pachyammos in die Ausläufer der Tillerien Richtung Kato Pyrgos bereits bei der Planung Sorgen bereitet hatte. Wie dem auch sei. Der 1. Teil der Strecke vom Souli über Latsi und Polis die Küste entlang nach Norden ist vollkommen unproblematisch. Auf der Höhe von Neo Dimmata überhaupt die ersten nennenswerten kleinen Steigungen. Ab hier auch einige lohnende Blicke zurück auf die Küste um Polis. Landschaftlich wesentlich interessanter wird es dann ab Pomos. Der Ort scheint Sommertags durchaus "Strandurlaubsqualitäten" zu haben. 

Ein netter Hafen mit schönen Photoperspektiven auf die nun auftauchenden Ausläufer des Tillerien. Weiter nach Pachyammos am Meer entlang. Flaggen an der bekannten Kirche sind zu sehen. das heisst in Zypern fast immer, dass man sich der Demarkationslinie nähert. In der Tat muss man nun, um nach Kato Pyrgos zu kommen, abrupt die Küstenstrasse verlassen und in die Berge strampeln. An der Küste beginnt bald das von UN Truppen bewachte Niemandsland. So schlecht ausgeschildert, dass ich beinahe reingeradelt wäre. Der Ort an sich mit rabiaten Steigungen auf kurze Entfernungen. Viele alte Leute auf Stühlchen am Strassenrand grüssen den fremden Radler ausgesprochen freundlich und winken. Ein kleines Restaurant am Strassenrand. Pause. Eine Cola und etwas durchpusten. Wär doch klasse, wenn man in paar Jahren hier endlich wieder den wesentlich einfacheren Weg an der Küste Richtung Kato Pyrgos nehmen könnte. Ich jedenfalls bin mir nicht sicher, ob ich in der anvisierten Rückkehrzeit das ganze packe und breche meine Tour hier ab.
Fazit: Ein Küstenabschnitt, der allerhöchstens im Hochsommer ein höheres Touri Aufkommen vermuten lässt. Ansonsten ein relativ abgeschotteter Teil Südzyperns, der eine angenehme Radtour verspricht. Wer als Normalbiker eine Tagestour von Latsi bis Kato Pyrgos und zurück plant, sollte recht früh starten, um rechtzeitig mit Zeitreserven wieder zurück zu sein.

27.01.2002, Polis- Paphos-Polis
 ( ca. 80 km, 8,5 Std. , nur etwas für geübte Mountainbiker mit einer passablen Grundkondition)

Ja, das hatte mich schon geärgert , dass ich nicht bis nach Kato Pyrgos gekommen war. Also, heute Wiedergutmachung. Und auch hier muss ich gestehen. Es war sehr hart an der Grenze, die Sache mit Latsi-Paphos und zurück. Ich hab's am Ende geschafft. Aber etliche Steigungen auf dem Rückweg hab ich meine Kiste geschoben. Unterwegs allerdings grandiose Aussichten, interessante Dörfer, starke Impressionen. Also gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Sonniges Wetter. 17 Grad. um 8:30 geht's los. Und gleich richtig. Nur bergauf. Ohne Pause. Bis Drouseia aber eigentlich kein Problem. Der unheimlich steile Aufstieg in den 650 m hoch gelegenen Ort ist dann aber schon eine Nummer zu groß für mich. Die letzten ca. 400 m schiebe ich. Oben ein Hotel, bisschen Tourismus, schöner Blick auf die Küste rund um Polis. Hier oben weht ein frischer Wind. Donnerwetter. Dann leicht abwärts nach Inia und Arodes. Hier sind die Auswirkungen der Geschichte Zyperns sichtbar. 

Viele verlassene und z.Teil völlig baufällige Hütten ehemaliger Zypern-türkischer Bewohner. Ich lese vereinzelt in Reiseführern vom Aufbau von Agro Tourismus in dieser Gegend. Viel hab ich nicht gesehen. Mein Hotelchef erzählt mir später auch von massiver Abwanderung jüngerer Leute, die hier kaum Perspektiven für die Zukunft sehen. Klar, beide Dörfer liegen schon ziemlich isoliert. Hinter kath... geht's dann aufmal steil bergab. Ab jetzt bis kurz vor Paphos gute 20 km Schussfahrt abwärts.

 Über Panageia ein grosser Bogen an der Küste entlang Richtung Paphos. Ein erheblicher Umweg, wenn man sich die Karte anschaut, aber phantastische Ausblicke von oben auf Paphos und die Küste. Die letzten km vor Paphos noch mal ziemliche Kraxelei, bis ich im Hafen angelangt bin. Knappe vier Stunden. Ca. 40 km. Ich bin ziemlich platt. In Paphos Super Wetter. Am Hafen ordentliches Touri Gewimmel.

 Die Fischtavernen jetzt am Sonntag Mittag sehr gut gefüllt. Ich war schon in Paphos vor vielen Jahren. Die Highlights kenne ich, also nur paar kurze Snapshots. Kleine Pause, Essen, Trinken und zurück. Wer weiss, wie lang ich brauchen werde. Diesmal die direkte Route über Stroumpi. Dieser Ort, wie oft hab ich die km Entfernung gelesen und verflucht. Es wird eine verdammt harte Rückfahrt. So schwer hatte ich es mir nicht vorgestellt. Aus Paphos raus geht's knüppelhart bis Strumpi runde 18 km nur stumpf bergauf. Und an einigen Steigungen vor Stroumpi gehe ich raus aus dem Sattel und schiebe. Mein lieber Scholli. Ich hab Wasser genug mit. Prima. Dann endlich mal wieder eine Abfahrt , die mich schliesslich fast bis Stroumpi trägt. Der Ort, eher nichtssagend, aber vielleicht sehe ich die Schönheiten in Anbetracht meiner schwindenden Kräfte auch nicht mehr. Jetzt aber nur noch Schussfahrt auf der Hauptstrasse Richtung Polis. Diesmal schaffe ich die Strecke in 3,5 Stunden. Ich bin total groggy. Ja ja, bisschen bescheuert. Ich weiss. Ich wollte es halt wissen. 
Fazit: Wer Paphos noch nicht gesehen hat, sollte so ein "Scheiss" nicht machen. Wer gerne Mountainbike fährt, die Gegend nicht kennt, eine wirklich gute Kondition hat und sonst grad nix besseres zu tun hat, den erwartet eine interessante Tour von der einen zur anderen Küste Südzyperns. Und : Es geht entweder nur bergauf oder bergab. 

28.01.2002, Latsi- Neochorio- Akamas Wald- Richtung Kap Arnauti- Retour
 ( ca. 35 km, 5,5 Std, etliche Photostopps, mittel, einige harte Steigungen)

Die Akamas Halbinsel ist länger und grösser als von der Entfernung angenommen. Bei 17 Grad und sonnigem Wetter vom Souli zunächst den "Mörderanstieg" nach Neochorio hoch. Nix für Hobbyradler. Ich muss ordentlich aus dem Sattel und oben im Ort angekommen, brauch ich ne kurze Pause. Man kann sich der Akamas nun über den Weg zum Picknickplatz "Simigias" nähern oder aber die "Schaf-Ziegen" Route nehmen. Ich nehme letztere und nähere mich querbeet der Küste. Zwei Hirten, tausende Schafe und Ziegen und wunderschöne Ausblick auf die Larabucht, je näher man der Küste kommt. Jetzt weist der Weg 10 km zur Fontana Amorosa, die an der Spitze der Akamas liegt. Ein wunderschöner Radweg am Berg entlang mit genialem Blick runter zum Meer. Hier ist alles ruhig. Keine Touris. Die Akamas hier wirklich in prachtvoller Naturschönheit. Es geht doch stellenweise ordentlich abwärts, was ich bei der Rückfahrt erst richtig registriere.

 Allmählich Richtung Kap Arnauti nur noch eine rote Schotterpiste mit dicken Felsbrocken, scharfen Steinen. Bis zur Spitze fahr ich dann doch nicht. Hier ist Wandern sicher angesagter. Zurück den Weg über den Sommerpicknickplatz Simigias und Neochorio.
Fazit: Die Akamas zeigte sich hier in voller Pracht. Unberührte Natur, so weit das Auge reicht. Dazu phänomenale Aussichten auf die Küstenabschnitte. Eine Tour, die man von Latsi-Polis unbedingt machen sollte.

29.01.2002,Latsi- Prodromi- Androlikou- Fasli- Inia- Drouseia- Kritou Terra- Terra- Choli- Goudi- Chrysochou- Latsi 
(ca. 35 km, 6 Std, sehr viele Stopps, eine Tour für geübte Mountainbiker mit solider Kondition)

Eine ganz ausgezeichnete Tour durch zahlreiche Dörfer rund um die Region Polis. Von Prodromi geht es zunächst konsequent hinauf zum verlassenen Weiler Androlikou auf ca. 500m. Beim Blick zurück bzw. nach unten immer wieder klasse Ausblicke auf die Bucht von Polis bis zur Akamas. Bei 19 Grad hat die Sonne noch mal zugelegt und der 6 km lange Aufstieg verlangt schon eine solide Kondition.

 Androlikou, ein total verlassener und mittlerweile auch ziemlich verfallener Weiler. Die Chefin vom Souli erklärt mir später, dass dieses hauptsächlich von türkischen Zyprioten bewohntes Dorf nach der Invasion 1974 geräumt wurde. Die jetzige Regierung verweigert offensichtlich strikt einen Neuaufbau, da man das ganze als historisches Monument der Nachwelt zeigen will. Spuren von hier durchgeschleusten Schulklassen sprechen für diese These. Wie dem auch sei. Jetzt leben hier tausende von Schafen und Ziegen. Ich sehe einen Hirten, eine uralte Frau, die allein mit den Ziegen lebt und ein Ausländer hat sich am Dorfrand ein neues Haus gebaut. Er soll Pläne für einen touristischen Wiederaufbau in der Tasche haben. Einige km weiter der noch kleinere, aber ebenso verlassene Weiler Fasli. Hier nur noch einige Lehmziegelhäuserreste und Rinder. Weiter bergauf der Ort Inia. Hier bin ich schon bei meiner Paphos Tour durchgerast. Jetzt beim genaueren Hinsehen gibt es doch viele ansehnliche kleine Häuschen neben den bereits gesichteten Ruinen. Ein kleines Museum, eine Kirche und ein Supermarkt, dem ich bei meiner Rast zu einem vollkommen unverhofftem Umsatz verhelfe. Kurz hinter Inia bin ich wieder im "frischen" Drouseia, dem höchsten Punkt für heute. Von nun geht es die Dörferroute Richtung Polis bergab. Die Hauptstrasse querend in Schussfahrt nach Kritou Terra. Ein seltsam am Hang gelegenes Dorf, dessen Zufahrt kaum sichtbar ist. Vorbei durch idyllisches Zypern nach Terra. Hier ist es still. Niemand zu sehen. Weiter durch wunderschöne Landschaft abwärts.

 Choli, der Höhepunkt. Ein wunderschöner kleiner Ort mit herrlichem Blumenschmuck an den Häuschen, eine nette kleine Kirche und in dem wettermässig sehr geschütztem Ort ist es ausgesprochen warm und freundlich. Rundherum jetzt immer Orangenfelder. Durch die kleinen Orte Goudi und Chrysochou hindurch, nähere ich mich, nun mutig geworden, auf völlig abseitigen Pfaden Podromi bzw. Polis.
Fazit: Eine wirklich empfehlenswerte Tour mit viel wunderschöner Landschaft, aber auch Historie. Bisschen Kondition sollte man schon haben, denn vor allem der erste Teil verlangt doch einige Kletterkünste. Der zweite Teil für Zyperngeniesser. Es war wunderschön. Wenn in Choli mal ein kleines Landhäuschen zum Verkauf ansteht. Hier könnt ich es aushalten.

30.01.2002, Latsi- Polis- Palathousa und zurück
 ( ca. 20 km, 2,5 Std, ganz ordentliche Kraxelei in ca. 450 m Höhe)

Zum Abschluss bei weiterhin wunderschön, sonnigem Wetter um 20 Grad ein ganz kurzer Abstecher in den nordöstlichen Teil(??) der Region, den ich bislang total vernachlässigt habe. Von Polis geht es regelmässig , aber durchaus krass bergauf in das kleine Örtchen Pelathousa. Ich merke nun deutlich, dass ich die Woche gut trainiert habe und so fällt mir der Aufstieg ziemlich leicht. 

Der wohl ehemals türkisch bewohnte Weiler zeigt deutliche Verfallstendenzen und auch das Minarett ist ziemlich verwittert. Einige wenige Neubauten können den Eindruck nicht verwehren, dass auch dieser , ziemlich abseitig gelegene Ort im modernen Zypern keine grossen Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Scheinbar ein grösseres und verbreitetes Problem in dieser Region. Ich radle schussabwärts gemütlich bis Polis, schiebe noch mal durch Polis. Auch jetzt, nach einer Woche, ist hier mittags nicht viel mehr los als vor einer Woche. Jo, und darf ich mich bitte doch auch mal an den Pool in die Sonne legen. Klar.
Fazit: Eine ziemlich anstrengende, aber schöne Woche. Zypern gefällt mir von mal zu mal besser. Das Klima ist nur genial, die Menschen , das Essen und die Natur auch.

31.01.2002, Abfahrt, Rückflug
Morgens um 5:10 ist der Taxi Mann pünktlich am Souli. Ab nach Hause. Der Rentner, so um die 65, hat's in sich. Er heizt durch das morgendlich verschlafene Zypern, als wenn der Teufel hinter ihm her wäre. Und Kippe an. Und Fenster auf und Durchzug. Oh Mann. Please, a little bit more slowly. Ohoh. Der alte: I am a taxi driver since 40 years. I know all the ways. Yes, ich war heilfroh am Flughafen die Kiste verlassen zu können

ENDE


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